Für die GIP v2 (Graphen-Integrations-Plattform) sollte zumindest
als Denkansatz die Softwarearchitektur von der Datenbank über
die Schnittstellen bis zu den Applikationen radikal neu gedacht
werden. Die Idee war die Schaffung einer mächtigen Middleware
und in Folge einer Reihe rein webbasierter Clients, welcher
modular aufgebaut wären und sich daher für die Entwicklung von
Einzelkomponenten (z.B. Layer-Loader, Geometrie- und
Formulareditoren, Abfragewerkzeuge) durch verschiedene
Auftragnehmer/Entwickler eignen.
Auf Basis dieser erstellten Einzelkomponenten können dann
anwendungsbezogene Clients entwickelt werden, um eine
einheitliche UX/UI-Erfahrung mit sämtlichen GIP-Anwendungen zu
ermöglichen. Es gab allerdings erhebliche Zweifel unter den
Stakeholdern und (sehr zahlreichen) Anwendern, ob dies technisch
überhaupt machbar sei.
Unsere Aufgabe war es, eine Client- / Server-Architektur für
derartige Web-Tools zu entwickeln und auf Basis dieser
Architektur (Proof of Concept) einige Basiskomponenten
(Kartenansicht, Messen, Snapping, Einbinden von Kachel- und
Vektor-Layern) zu entwickeln. In einer Reihe von Workshops wurde
zunächst im Kreis der technisch versierten Entscheidungsträger
eine moderne Anwendungs-Architektur auf Basis webbasierender
Dashboards und Micro-Apps erarbeitet. Diese wurde dann
prototypisch für einige relevante Use-Cases technisch
beschrieben und als Wireframe-Skizzen entworfen. Für bestimmte
Details wurden konkrete Beispiel-Apps implementiert.
In Folge galt es, die Stakeholder der Bundesländer (primär
Nutzer) von diesem Konzept zu überzeugen. Zudem sollte dem
Auftraggeber eine lastenhefttaugliche Beschreibung der
Software-Architektur auf Basis von Komponenten und Clients zur
Verfügung gestellt werden.
Zusätzlich wurde im Rahmen einer bezahlten Diplomarbeit von
einem Studenten mit unserer Unterstützung ein konkreter Use-Case
nutzungsfertig ausprogrammiert und präsentiert.
Konkrete Umsetzung eines prototypischen Workflows (“Kreisverkehr
Tool”) durch einen von uns gecoachten Studenten der
Geoinformatik im Rahmen einer bezahlten Diplomarbeit.